Wildunfallbilanz 2018/19

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Wildunfallbilanz 2018/19, Foto: Fotolia/VVO

In der Saison 2018/19 kam es pro Stunde zu 8,6 Wildunfällen, das heißt, alle 7 Minuten ereignete sich einer. Im 5-Jahres-Vergleich bedeutet das ein Plus von 13 Prozent. Knapp 50 Prozent ereigneten sich dabei in der Dunkelheit, was die Nacht und Dämmerung zur riskantesten Tageszeit bezüglich Wildunfällen macht. Die meisten Wildunfälle hat Niederösterreich, Oberösterreich und die Steiermark zu verzeichnen. 2018/19 kamen insgesamt 75.476 Wildtiere und 376 Personen dadurch zu Schaden.

Besonders gefährlich sind Wildunfälle für Motorradfahrer, die an rund 21 Prozent der Wildunfälle beteiligt sind. Die Physik dahinter erklärt warum: Bei 50 km/h wird aus einem 80 kg schweren Wildschwein eine Aufprallkraft von 2 Tonnen. Dabei können sowohl für Autofahrer, als auch für Motorradfahrer die Folgen schwerwiegend sein.

Ausweichmanöver sollten, wenn möglich, vermieden werden, oft sind diese nämlich riskanter als ein Zusammenstoß. Stattdessen sollte stark gebremst werden. Kommt es zu einem Unfall, muss die Gefahrenstelle gesichert werden und die Exekutive verständigt werden. Auf keinen Fall darf ein Tier mitgenommen werden.

Ein Potential zur Wildunfallvermeidung stellen neue Nachtsicht-Assistenzsysteme dar. Allerdings sind diese noch nicht vollständig entwickelt. Daher ist und bleibt die sicherste Unfallprävention die Anpassung der Fahrgeschwindigkeit in Wildwechselzonen!