Erhöhte Brandgefahr: Experten warnen einmal mehr vor gefährlichen Heiz-Ideen

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Erhöhte Brandgefahr: Experten warnen einmal mehr vor gefährlichen Heiz-Ideen; Foto: Adobe Stock/VVO

Teelichtofen oder Backofen – die Angst, im Winter frieren zu müssen, lässt die Bevölkerung mitunter auf skurrile Heizalternativen zurückgreifen. Der österreichische Versicherungsverband VVO und das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) warnen einmal mehr vor Verwendung brandgefährlicher Heiz-Ideen. Erste Unfälle zeigen, dass vermeintliche Heizalternativen und unsachgemäß verbaute Öfen lebensgefährlich sein können. 

Not macht bekanntlich erfinderisch und so hat der ungewisse Energie-Winter vielerorts dazu geführt, dass die Menschen nach verschiedensten Heizalternativen suchen. „Das ist natürlich und verständlich, aber viele Heizmethoden sind riskanter als sie auf den ersten Blick erscheinen. Von verschiedenen gefährlichen Heizideen sollte man wirklich die Hände lassen!“ so Dr. Louis Norman-Audenhove, Generalsekretär des österreichischen Versicherungsverbandes VVO. Erste Unfälle z. B. mit Indoor-betriebenen Kohlegrillern (mit mehreren Verletzten) oder defekten, falsch installierten Öfen zeigen, wie (überlebens-)wichtig es ist, sich mit dem Thema Brandgefahr & Co aktiv auseinanderzusetzen.

Erhöhte Brandgefahr in den kalten Monaten

Laut KFV-Unfallstatistik ereignen sich in den kalten Monaten durchschnittlich mehr als 500 Wohnungsbrände – 20 bis 30 Menschen sterben jährlich an den Folgen eines Brandes, die Mehrheit davon in privaten Haushalten. Die häufigsten Ursachen dabei sind elektrische Energie sowie offenes Licht und Feuer.
„Aktuell gehen wir, gerade auch aufgrund des vermehrten Einsatzes von Elektroheizungen von einer erhöhten Brandgefahr in den kommenden Monaten aus“, so Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV. Auch das Verwenden von beschädigten Kabeln oder Steckern kann Schwelbrände auslösen und zu Rauchgasvergiftungen führen. Durch regelmäßige Wartung oder den Kauf hochwertiger Geräte kann die Unfallgefahr stark reduziert werden. Auch die Installation von Rauchwarnmeldern (die heutzutage wirklich sehr einfach funktioniert) wird dringend empfohlen.

Einfache Tipps zur Reduktion des Brandrisikos:

  • Fachpersonal hinzuziehen! Vor dem Einbau, für die Installation und regelmäßige Wartung eines Kaminofens sollten Rauchfangkehrer beauftragt werden. Auch beim Kauf eines Elektroheizgeräts empfiehlt sich eine fundierte Beratung durch das Fachpersonal.
  • Lassen Sie jegliche Art von Heizgeräten unbedingt fachmännisch installieren bzw.
  • Nutzen Sie nur geeignete Brennstoffe! Brennstoffe sollten den aktuellen Richtlinien des Bundes-Immissionsschutzgesetzes entsprechen und laut Hersteller geeignet sein.
  • Elektrische Geräte regelmäßig warten!
  • Achten Sie auf Prüfzeichen bei elektrischen Geräten! Verwenden Sie nur hochwertige, geprüfte technische Geräte, erkennbar an GS-, VDE- oder TÜV-Prüfzeichen!
  • Installieren Sie Rauchwarnmelder! Ein funktionstüchtiger Rauchwarnmelder gehört in jeden Haushalt und in jedes Kinderzimmer!
  • Stellen Sie Handfeuerlöscher bereit! Für den Fall der Fälle sollten Haushalte mit einem tragbaren Feuerlöscher ausgestattet sein, der an zentraler, leicht zugänglicher Stelle montiert ist und alle zwei Jahre von einer Fachperson überprüft und gewartet wird.