Eine Einschulung ins Verkehrsleben

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Eine Einschulung ins Verkehrsleben; Foto: Adobe Stock/VVO

Auch dieses Jahr fängt im September wieder die Schule an und zahlreiche Schulkinder treten den Weg in die Schule an. Dieser kann jedoch für die unerfahrenen und jungen Verkehrsteilnehmer besonders gefährlich werden. Deshalb ist es umso wichtiger, die Kinder auf den Verkehrsalltag vorzubereiten:

Perspektive Kind
Kinder sind in Verkehrssituationen oft stark benachteiligt und brauchen deshalb besonderes Training. Sie sind meist noch zu klein, um über Autodächer hinwegzuschauen. Dadurch haben sie eine eingeschränkte Sicht und werden selbst auch später wahrgenommen. Außerdem schätzen Kinder Entfernungen und Geschwindigkeiten schlechter ein. Zusätzlich reagieren sie neugierig und spontan auf Umweltreize und verfallen leichter in einen unaufmerksamen Zustand.

Gemeinsames Schulwegtraining
Wie oben erwähnt, ist es besonders wichtig als Elternteil, die Kinder auf den Schulweg vor Schulbeginn vorzubereiten. Ist die optimale Route gewählt, sollte man diese mehrmals abgehen. Lassen Sie beim letzten Abgehen des Weges ihr Kind führen und geben Sie konstruktives Feedback. Sorgen sie dafür, dass während des Straßentrainings authentische Verkehrsbedingungen herrschen, die das Kind tatsächlich auch alleine bewältigen muss und gehen Sie stets als gutes Vorbild voran.

Vermeiden Sie es, Ihr Kind immer mit dem PKW in die Schule zu bringen: Nur wer auch wirklich am Straßenverkehr teilnimmt, lernt mit den Situationen, die dieser mit sich bringt, selbst umzugehen.

Muss das Kind den Schulbus verwenden, sollte auch hier auf die korrekte Verhaltensweise hingewiesen werden.

Dem Kind muss bewusst sein, dass ein Schutzweg oder eine grüne Ampel ein gefahrloses Überqueren der Straße nicht garantiert. Bei jedem Überqueren der Straße sollte nach links und rechts geschaut werden, egal in welcher Situation. Kontrollieren Sie dabei, ob Ihr Kind auch tatsächlich nach Autos Ausschau hält und nicht nur die Kopfbewegung allein ausführt.

Zusätzlich können Reflektoren an der Kleidung oder Rucksack angebracht werden, um die Sichtbarkeit des Kindes zu erhöhen.

Für Fahrzeuglenker gilt
Der Vertrauensgrundsatz, der normalerweise im Straßenverkehr gilt, ist nicht auf Kinder anzuwenden! Kindern muss in jeder Situation das ungehinderte Queren der Straße ermöglicht werden und an Stellen, an denen mit Kindern gerechnet werden kann, muss das Tempo gedrosselt werden.