Cybercrime Schwachstellen durch Homeoffice

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Ein Hotspot für Cybercrime - das Homeoffice, Foto: Adobe Stock/VVO

Unterricht, Vorlesungen und auch die Arbeit die Corona-Pandemie hat gezeigt, was alles über den Computer ablaufen kann, doch genau das kann auch zum Problem werden. Mit der steigenden Abhängigkeit von der Digitalisierung, nimmt auch die Verwundbarkeit in Bezug auf Cybercrime zu.

Weltweit stellten Menschen ihr Leben um und verlagerten den Schwerpunkt in die eigenen vier Wände. Gearbeitet wurde und wird im Homeoffice, doch obwohl so viel Zeit am Computer verbracht wird, wird dieser oft unachtsam benützt. So ist es ein Leichtes für Hacker und Co. sich dies zu nutzen zu machen.

Doch nicht nur für die Privatperson geht eine erhöhte Gefahr aus. Da die eigenen Geräte einen Zugang zum Firmennetzwerk besitzen, können Cyber-Attacken auch auf dieses übergreifen.

Cyberkriminelle scheinen das Potential der Situation bereits erkannt zu haben und starten nun vermehrt Attacken, dazu gehört beispielsweise das „Corona-Phishing“. Dabei bekommen Betroffene E-Mails von vermeintlichen Virologen oder Ärzten, die Links mit Informationen über das Virus COVID-19 enthalten. Dahinter stecken jedoch Schadens- oder Verschlüsselungssoftwares, die durch das Öffnen des Links Zugriff auf den Computer erlangen. Diese werden allerdings oft nicht gleich entdeckt. Im schlimmsten Fall kann es sogar länger als 200 Tage dauern, bis die Attacke überhaupt bemerkt wird.

Deswegen ist es nun besonders wichtig, die Mitarbeiter über mögliche Gefahren aufzuklären und über Sicherheitsmaßnahmen zu informieren. Denn die Unwissenheit der Nutzer ist oft das größte Verhängnis.

Betriebssystem und Software auf den neuesten Stand halten und regelmäßige Updates durchführen ist eine der wichtigsten Vorkehrungen, um sein Gerät zu schützen. Außerdem sollte man wichtige Daten auch auf externen Datenträgern speichern, die nur für die Datenübertragung an das Gerät angeschlossen sind.

Alle möglichen Zugriffe sollten verschlüsselt und gesichert sein. Von Computersharing mit anderen Familienmitgliedern wird dabei stark abgeraten. Das Gerät sollte im besten Fall nur für Arbeitstätigkeiten genutzt werden.

Vorsicht gilt vor allem bei E-Mails und auch SMS. Überprüfen Sie, ob der Absender mit der Mail-Adresse übereinstimmt und ob Sie den Absender kennen. Auch bei Aufforderungen zur Installation oder zum Download verschiedener Dateien oder Programme kann es sich leicht um einen Betrug handeln.

Fragen Sie also im Zweifelsfall telefonisch nach, oder wenden Sie sich an Ihre IT-Abteilung.